Tiere im frühen Pleistozän

 

Etruskischer Wolf
(Canis etruscus)

Der Canis etruscus, der etruskische Wolf, der vor etwa 1 - 2 Millionen Jahren lebte, wird heute trotz seines kleineren Wuchses als der Vorfahr des Wolfs in Europa angesehen.

 

Marderhund
Nyctereutes megamastoides

Er war eine frühe Form der Marderhunde in Mitteleuropa. Diese Tiere haben die Grösse von Waschbären. Seine Nachfahren sind heute in Japan, China Russland und seit 1960 auch wieder in Europa verbreitet.

 

 

Etruskischer Bär
Ursus etruscus

Der etruskische Bär lebte in den Dolomiten und war in seiner Gestalt den heutigen Bären schon sehr ähnlich, nur das Gebiss wies noch Unterschiede auf. Diese Bärenart waren die Vorfahren der heutigen Braunbären.

 

 

Issoire Luchs
Lynx issiodorensis

Die Urform des Luchses entstand in Asien vor 4 Millionen Jahren. Lynx issiodorensis, der sich über die Kontinente verbreitete. In Europa entwickelte er sich zum Pardell-Luchs (Lynx pardinus), der als heute bekannte Iberische Luchs, der leider vom Aussterben bedroht ist.

 

Sus strotzi

Sus strotzi war eine frühe Wildschweinform, die in Mitteleuropa heimisch war. Aus ihm entwickelte sich der frühe Vorfahr des heutigen Wildschweines Sus scrofa priscus. Heute leben 20 verschiedene Unterarten von Wildschweinen auf der Welt.

 

Etruskisches Nashorn
Stephanorhinus etruscus

Das etruskische Nashorn lebte bis Mitte des Pleistozäns. Als das Klima wechselhafter wurde, konnte es dank seiner guten Anpassungsfähigkeit noch eine ganze Weile überleben und ernährte sich von dem, was grad aufzufinden war. Das wärmeliebende Tier starb mit dem Einzug der kälteren Temperaturen schließlich aus.

 

Gallischer Elch
Libralces gallisch

Einige Wissenschaftler halten Libralces gallicus, auch als "Gallischer Elch" bezeichnet, für den ältesten Vorfahren unserer heutigen Elche. Damit ist der Elch in seiner typischen Form stammesgeschichtlich relativ jung, da er erst im frühen Quartär (Pleistozän, Günz-Eiszeit, etwa vor 1,6 Millionen Jahren) auftrat. Bei Libralces gallicus ist noch keine Verkürzung des Nasenbeins festzustellen.
Quelle: Alces-alces.com

 

Cervus philisii

Dieser Hirsch war sozusagen eine “Miniausgabe” unter den frühen Hirscharten. Ein komplettes Skelett wurde im Mittelfranzösischen Städtchen Chilhac entdeckt. Dieser Fund ist heute im örtlichen Museum ( Musée de Paléontologie) ausgestellt. Sein heute noch lebender nächster Verwandter ist der Axishirsch, der heute in Indien und Sri Lanka an Waldlichtungen und in Auwäldern beheimatet ist.

 

Allohippus stenonis
(Equus stenois)

Allohippus und Plesippus gelangten als erste Vertreter der Pferde im engeren Sinne (Equinae) vor etwa 2,5 Millionen Jahren von Nordamerika nach Eurasien. Vor etwa 1,5 Millionen Jahren erreichten die ersten Pferde der Gattung Equus, zu der alle heutigen Arten gehören, ebenfalls von Nordamerika kommend, Eurasien.
 Quelle: Wikipedia

 

Averner Tapir
Tapirus avernensis

Die ersten Tapire entwickelten sich in Nordamerika und breiteten sich über die ganze Welt aus, woraus sich aufgrund der unterschiedlichen Lebensbedingungen verschiedenen Arten herausbildeten. In Europa hieß die früher Form der Tapire „Tapirus avernensis“, also avernisches Tapir, dessen fossilen Überreste im französischen Avernerland gefunden wurden. Tapire sind vorwiegend Waldbewohner. Während den Eiszeiten, als die Wälder den Tundrasteppen wichen, verschwanden auch die Tapire mit den Wäldern. Die heute lebenden Tapirarten sind in Mittel-, und Südamerika, sowie in Südostasien verbreitet.

 

Procamptoceras brivatense

Dieses Tier sah aus, wie eine Mischung zwischen einer Antilope und einem Kamel. In der neunziger Jahren wurde die Überreste dieser frühen europäischen Antilopenart vom Geologen Jean Couture entdeckt. Bei den Untersuchungen wurde ein Alter von stolzen zwei Millionen Jahren festgestellt.

 

Anancus
 (Anancus arvernensis

Unter den Mastodonarten war dieses europäische Kaliber mit seinen 350 cm Schulterhöhe, eine höchst beeindruckende Erscheinung in der Tierwelt, welche vor 5 Millionen Jahren das tropisch warme Europa besiedelte. Sämtliche Mastodonarten sind heute ausgestorben. Von der großen Artenvielfalt der Rüsseltiere, wie Mastodons, Mammuts und Elefanten sind heute nur noch vier Arten übrig geblieben. Der indische, oder auch asiatische Elefant, der afrikanische Elefant, der kleinere Waldelefant (Loxodonta cyclotis) und der Borneo Zwergelefant (Elephas Maximus borneensis)

 

Südelefant / Südmammut
Archidiskodon meridionalis

Archidiskodon meridionalis, auch Südelefant, Urmammut oder Südmammut genannt, ist der Vorfahr aus dem sich später das berühmte Wollmammut entwickelte. Der Vorfahr hatte noch relativ breite Backenzähne, was auf die Spezialisierung auf härtere oder grobfaserige Kost hinweisen könnte. Der Südelefant konnte eine Höhe von vier Meter erreichen. Wahrscheinlich war der Südelefant, die erste Mammutart, die seine Heimat Afrika verließ. Es entwickelte sich zu verschiedenen Arten weiter, wie zum Beispiel in Amerika zum Steppenmammut oder, wie schon erwähnt, in Europa zum Wollmammut

 

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2010   Renat Graf - Zeier