Steinzeit - News

Neues aus alten Zeiten
vom Neandertaler

Spuren des Neandertalers in unserem Erbgut

Der Gen-Code des Neandertalers ist nun geknackt. Europäer und Asiaten tragen 1% - 4% der Gene des Neandertaler in ihrem Erbgut. Neandertaler und Menschen haben sich also vermischt.  Das muss nach Ansicht der Forscher vor 50’000 bis 100’000 Jahren geschehen sein, wahrscheinlich als Menschen und Neandertaler im Nahen Osten aufeinander trafen.

Quellen:
www.spiegel.de
www.wdr.de
www.hna.de

 

Neandertalermänner blieben beim Clan
Frauen zogen zum Clan ihrer Männer

Ähnlich wie früher bei den Menschen, wo die frisch vermählte Frau das Elternhaus verlassen musste, um fortan bei der Familie ihres Mannes zu leben, war es auch bei den Neandertalern. Die Männer blieben beim Clan, die Frauen mussten ihren Clan verlassen und mit dem Clan ihres Mannes ziehen. Dieses soziale Gefüge, wo die Männer an ihrem angestammten Ort bleiben, nennt man übrigens: “Patrilokal”.

Dank dem Fund im nordspanischen El Sidròn konnten die Wissenschaftler anhand einer zwölfköpfigen Neandertalergruppe mehr über die sozialen Gefüge innerhalb eines Neandertalerclans erforschen. Dabei stellten sie fest, dass alle erwachsenen männlichen Individuen miteinander verwandt waren, während die Frauen von anderen Clans abstammten.

Quellen:
www.n-tv.de

 

Datteln und Gerste auf dem
Speiseplan der Neandertaler

Gemeinsam mit Dolores R. Piperno vom Smithsonian National- Museum für Naturgeschichte in Washington, erforscht man die Zähne von Neandertalern, die man im Irak und in Belgien gefunden hatte. Zähne geben so manchen Aufschluss darüber, wie sich die Neandertaler in ihren Regionen ernährt haben. Die Neandertaler waren auch Sammler, auf deren Speiseplan unter anderem Gerste und Datteln zu finden waren. Auch das Kochen war für die Neandertaler kein Fremdwort.

Quellen:
www.tagblatt.ch
www.focus.de

 

Neandertaler und Menschen starben in
Europa vor 30’000 Jahren
wahrscheinlich zeitgleich aus

Vor ca. 30’000 Jahren sorgten enorme Klimaschwankungen für eine Zeit der trockenen Kälte. Grosse Eisschilde trieben vom amerikanischen Kontinent her auf Europa zu und sorgten für einen imensen Temperaturabfall. Diese Klimabedingungen hätten die Lebensgrundlagen der Jäger- und Sammlerkulturen der Neandertaler und der Homo sapiens sapiens empfindlich gestört. Die Folge: Beide Arten starben aufgrund der trockenen Kälte und Nahrungsmangel in Europa aus.

Erst nachfolgend, als das Klima in Europa wieder freundlicher wurde, wanderten neue Gruppen der Spezies Homo sapiens sapiens wieder in Europa ein.

Quellen:
www.welt.de

 

Neandertaler und moderner Mensch
entwickelten sich unterschiedlich

Philipp Gunz vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und seine Kollegen erstellten per Computer virtuelle Innenabdrücke (so genannte "Endocasts") von Schädeln von insgesamt elf Neandertalern – darunter auch die fossilen Knochen eines Neugeborenen und mehrerer Kindern. Das Ziel dieser Untersuchung war ein Entwicklungsvergleich von Geburt bis zum Erwachsenenalter, im Vergleich zwischen Neandertaler und den modernen Menschen. Dabei entdeckten sie erstaunliche Unterschiede. Die Vernetzung der Gehirnstrukturen entwickelten sich bei einem Neandertaler anders als bei einem modernen Menschen. Das könnte zur Folge gehabt haben, dass ein Neandertaler seine Umwelt anders wahrnahm, als sein Vetter der Mensch.

Quellen:
www.wissenschaft-online.de
www.g-o.de

 

Neandertaler waren schneller erwachsen

Die Studie einer Forschergruppe Harvard University und dem deutschen Max Planck Institut für Evolutionäre Anthropologie zeigte auf, dass das Zahnwachstum bei jungen Neandertalern weit schneller war, als beim modernen Menschen. Man vermutet zudem, dass diese Entwicklung in der Evolution eher ein Nachteil für die Neandertaler darstellte. Es wird vermutet, dass die Neandertaler auch früher alterten und jünger starben, als die modernen Menschen

Quellen:
derstandard.at/
www.spiegel.de
diepresse.com

 

Der Neandertaler - Ein Erfinder

Der amerikanische Forscher Julien Riel-Salvatore von der University of Colorado Denver entdeckte, dass die Neandertaler findiger waren, als bisher allgemein angenommen. Riel-Salvatore hat sieben Jahre lang Neandertalstätten in ganz Italien erforscht und zog dabei interessante Rückschlüsse: Dass sich vor 40'000 Jahren eine Neandertalkultur entwickelte, die sich von allen anderen unterschied: Die Uluzzi-Kultur.

Denn im Süden Italiens hatte sich vor rund 40’000 Jahren ein Klimawandel vollzogen, durch den die Region zunehmend trockener und wärmer wurde. Dies wirkte sich auch auf die Tierwelt aus. Statt großer Säugetiere gab es nun eher kleine Tiere. Die Neandertaler mussten sich an diese veränderten Bedingungen anpassen, denn sie waren vorher gewohnt, große Säugetiere zu jagen. Nun stellten sie Pfeile und Bogen her – wendiges Jagdwerkzeug –, um das Kleinwild zu erlegen. „Wenn wir zeigen, dass Neandertaler aus sich heraus etwas Neues entwickelten, wirft dies ein ganz neues Licht auf sie. Wir und sie sind eher Brüder als Cousins.“ so Julien Riel-Salvatore. Der ausfürhliche Forschungsbericht wird im Dezember veröffentlicht.
 

Mehr zum Thema:
Neandertaler eher unser Bruder als unser Cousin

 

Die Neandertaler sind ein Teil von uns

Nun ist es bewiesen, dass die Neandertaler ihre Spuren in unserem Erbgut hinterlassen haben. Den Beweis lieferten die Ergebnisse einer Studie, dass jene Völker ausserhalb Afrikas enger mit dem Neandertaler verwandt sind. Das bedeutet, Neandertaler und Menschen haben sich vermischt. Wahrscheinlich nahm diese Entwicklung im Nahen Osten ihren Anfang.

 

Mehr zum Thema:
Neandertaler-Gene im Menschen
Wir sind alle ein bisschen Neandertaler

 

Jagte der moderne Mensch den Neandertaler?

Bei einem 40 bis 50 jährigen Neandertaler der vor 50'000 Jahren im Irak lebte, fand man Hinweise auf eine tödliche Verletzung, die von einem Speer verursacht wurden. Die Art des Geschosses wurde aber nur bei den modernen Menschen verwendet und nicht bei den Neandertalern.

Quelle: www.wissenschaft.de

 

Neandertalerknochen auf dem
Grund der Nordsee gefunden

Holland - Neandertaler haben vor 50’000 auch in den nördlicheren Breitengraden gelebt, wie zum Beispiel in der Niederlande. Dort fand man die fossilen Knochen eines Neandertalers auf dem Grund der Nordsee. Die Nordsee entstand mit dem Beginn der Holozänwarmzeit und ist etwa 11’000 Jahre alt. In der Eiszeit erstreckten sich in diesem Gebiet weite tierreiche Tundren.

Quelle: www.scienceticker.info
archaeologie.blog.de

 

Der Neandertaler in uns?

60 Prozent des neandertalischen Genmaterials wurden bisher entschlüsselt. Ob der moderne Mensch Erbgut des Neandertalers in sich trägt, diese Frage bleibt bislang noch weitgehend ungelöst. Aber zwei Gene erregten Aufsehen, die sich Menschen und Neandertaler teilen. Sie spielen im Gehirn eine zentrale Rolle. Von diesen beiden Genen, dem sogenannten Tau-Gen und der Erbanlage Microcephalin-1, finden sich offensichtlich Varianten bei heute lebenden Menschen, die möglicherweise vom Neandertaler an uns - an einige moderne Vertreter des Homo sapiens zumindest - vererbt wurden. Die genetische Spurensuche geht weiter und es bleibt spannend.

Quellen: der standart. at /
brightsblog.wordpress.com

 

Kannten die Neandertaler bereits Körperkunst?

Bei Ausgrabungen entdeckten Wissenschaftler Mangan-Pigmentstücke. Francesco d'Errico von der Universität von Bordeaux vermutet, dass die Neandertaler die Pigmentstücke nutzten, um Tierhaut, oder ihre eigene Haut zu bemalen. Es wird vermutet, dass die Neandertaler bereits die "Körperkunst" kannten, wie man heute in Europa Tätowierungen oder Henna-Tatoos kennt.

Der Gedanke wäre vermutlich gar nicht soweit her geholt, zumal Neandertaler,wie auch die Menschen, Schmuck trugen. Dass man einander dies oder jenes abgeschaut hat, ist sicherlich gut möglich. Immerhin ist die Mode eine menschliche Erfindung. Und der Neandertaler war schliesslich auch nur ein Mensch.

7. März 2008
Quelle:
Pressetext.ch

 

Mobiler Neandertaler

Mit Hilfe der modernen Forschungsmethoden, geben selbst kleine Funde so manche interessanten Erkenntnisse preis, wie zum Beispiel der 40’000 Jahre alte Backenzahn, der einst zu einem Neandertaler gehörte. Der Zahn wurde in einer Kalksteinhöhle an der Küste von Lakonis in Südgriechenland gefunden, wo Dr. Eleni Panagopoulou vom Griechischen Ministerium für Kultur eine Ausgrabung leitete. Der Zahn wurde anschliessend von einem internationalen Forscherteam vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und der Durham University (Großbritannien) mit modernster Lasertechnik untersucht. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die chemische Zusammensetzungen des Zahnes nicht zu der Umgebung passt, wo der Neandertaler dereinst verstorben war. Dieser Neandertaler stammte also nicht aus dieser Gegend. Er musste woanders aufgewachsen sein, was bedeuten könnte, dass die Neandertaler tatsächlich lange Distanzen zurücklegten und nicht sesshaft waren. Dieser Neandertaler war also „mobil“.

Quellen:
Chemieonline.de
Welt.de

 

Die Neandertaler waren genauso sprachbegabt,
wie die modernen Menschen

Das einzig bislang bekannte Gen, welches im menschlichen Erbgut für die Sprache zuständig ist, trug der Neandertaler ebenfalls in seiner Erbmasse. Das entdeckte ein europäisches Forscherteam, zusammen mit dem Genetiker Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. FOXP2, so wird dieses Gen benannt, das die Sprachfähigkeit beeinflusst. Ein Defekt führt zu Sprachstörungen. „Höchstwahrscheinlich gebe es aber noch viele andere Gene, die mit der Sprache zu tun haben, beim Menschen aber noch nicht bekannt sind. „ so Krause. An dem sprachlichen Erbmassen von Menschen und Neandertalern wird weiter geforscht.

Quelle: Wissenschaft.de

 

Neandertaler auf dem Abstellgleis
der menschlichen Evolution?

Noch immer wird an der der genetischen Analyse desselben Neandertalers geforscht, welche die Annahme widerlegt, dass sich der Neandertaler mit dem anatomisch modernen Menschen vermischt haben soll. Ralf Schmitz sagt selber, daß die Analyse der DNA eines einzigen Neandertaler-Exemplares statistisch eigentlich nicht sehr aussagekräftig sei. "Ich bin gespannt, was die Ergebnisse der Untersuchung des nächsten Neandertaler-Exemplares ergeben. Wenn die in dieselbe Richtung gehen, sieht es für die "Out of Africa"-Hypothese ganz gut aus", merkt der Archäologe an. "Wirklich statistisch abgesicherte Daten werden wir wohl erst in zehn Jahren in Händen halten."

Quelle: scinexx.de

 

 

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