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Der rätselhafte Tod der Dmanisi-Menschen
Die Skelette der fünf Homo erectus- Menschen aus Dmanisi, zählen zu den wichtigsten Frühmenschenfunden und liefern einen seltenen Einblick in die frühe Menschheitsgeschichte. Sie wurden bereits 1994 in Dmanisi entdeckt, einer Ruinenstadt im südlichen Georgien. Dabei handelte es sich um ein Mädchen, eine junge Frau, zwei erwachsene Männer und eine ältere, zahnlose Person. "Das Todesalter reicht vom Teenager bis zum Greis", schreiben die Froscher, "das erweckt das Bild einer Familiengruppe, die plötzlich ums Leben kam."
Als Ursache für den plötzlichen Tod identifizierten die Forscher einen Vulkanausbruch, der sich 20 Kilometer entfernt von der Fundstätte vor genau 1,81 Millionen Jahren ereignete. Die Asche, die über den Skeletten lag, stammt ihrer Analyse zufolge nicht von einer Glutlawine, sondern von einem Ascheregen, ähnlich wie er auch im Jahr 79 nach Christus über der römischen Stadt Pompeji niederging.
Die fünf Menschen hätten möglicherweise in einer Bodensenke Zuflucht gesucht. Die Asche sei zwar in dieser Entfernung nicht mehr heiß gewesen, schreiben die Forscher. Doch wenn die feinen Teilchen eingeatmet werden, verkleben sie die Atemwege. Die Frühmenschen seien also vermutlich erstickt. Zu diesem Schluss kommen französische Forscher um Marie-Antoinette de Lumley, die umfangreiche Gesteinsproben von der Fundstelle untersuchten.
11. April 2008 Quelle: Wissenschaft.de
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