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Ihre Zahl ist verschwindend klein. In 76 Staaten leben gerade einmal 250 bis 300 Millionen Angehörige von Naturvölker in etwa 5000 verschiedenen Stämmen weltweit.
Doch ihre Existenz ist bedroht durch die Industriegesellschaften, welche ihre Ressourcen und Lebensräume für sich in Anspruch nehmen und den Naturvölkern damit ihre Überlebensgrundlage entziehen. Die Folge ist, dass diese Menschen von den Industriegesellschaften abhängig werden, ihre uralte Art zu Leben und das wertvolle Wissen verlieren und somit auch ihre Identität.
Dennoch sind sie nicht ganz hilflos. Denn es gibt Organisationen welche sich für ihren Schutz einsetzen, ihnen zur Seite stehen und mit diesen Menschen für den Erhalt ihrer uralten Kultur und das wertvolle Wissen kämpfen.
Hier stelle ich Euch einige dieser Völker vor und die Organisationen, welche sich für den Erhalt dieser Völker einsetzen.
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Vielvölkerland Sibirien
Im Osten Sibiriens lebt das Volk der Tschuktschen. Im Süden sind die einstigen nomadisierenden Grossvölker der Burjaten sesshaft geworden. Zu den kleineren Naturvölkern zählen unter anderem die Chanten, Mansen, Ewenken, Nenzen und die bereits erwähnten Tschuktschen. Während die Nenzen Rentierzucht betreiben, leben die Tschuktschen vom Fischfang und von der Jagd. Beides sind nomadisierende Völker.
Doch die traditionelle Lebensweise zahlreicher indigener Volksgruppen ist durch die fortschreitende Industriali- sierung und die damit verbundene Umweltzerstörung stark gefährdet.
Durch die Abholzung der Taigawälder zugunsten der Förderung von Öl, Gas und Gold, sind es die Ureinwohner Sibiriens, die den höchsten Preis für die fortschreitende Zerstörung der Weide- und Jagdgebiete bezahlen. Sie verlieren ihre gesamte Existenzgrundlage.
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Die Samen - das Naturvolk Nordeuropas
Wer etwas über die Eiszeitjäger Mitteleuropas erfahren will, findet beim Naturvolk der Samen in Lappland oder vielmehr in Sápmi, viele Antworten. Das Siedlungsgebeit der Samen erstreckt sich vom Norden Norwegens und Schwedens, Russland bis in den Norden der Ukraine. Dennoch sind die Samen nicht mit den Mitteleuropäern verwandt. Ihre Vorfahren stammen aus dem eurasischen Raum.
Im Mittelalter, während der Expansion der Wikinger, mussten sich die Samen wohl oder übel mit den Nordmännern arrangieren. Die findigen Samen konnten sich mit viel List gut behaupten. Zwar mussten sie den Nordmännern Steuern in Form von Naturalien entrichten, doch sie trieben auch regen Handel mit den Wikingern. Doch das Naturvolk der Samen hat bis heute an seiner Kultur, und Sprache festgehalten. Mehr noch, sie haben einen goldenen Mittelweg entdeckt und finden sich in der Moderne genauso gut zurecht, wie in der freien Natur als Rentierhirten und Jäger.
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Aboriginies
Vor rund 50’000 und 40’000 Jahren, wanderten die Vorfahren der Aboriginies in mehreren Zeitabständen in Australien ein. Der zentrale Begriff ihrer Kultur ist die Traumzeit, die sowohl die gesamte Schöpfung, wie auch das Gleichgewicht zwischen den natürlichen Kräften behinhaltet. Aufgabe des Menschen sei es, für dieses natürliche Gleichgewicht zu sorgen. Mit Riten, Zeremonien an heiligen Orten werden diese heiligen Handlungen von Eingeweihten vollzogen. Dieses Wissen wird nur an ausgewählte Nachfolger weiter gegeben.
Ähnlich wie während der Altsteinzeit in Europa, kommunizierten die Aboriginies untereinander mit Schwirrgeräten. Dieses Instrument wurde auch für die Zwiesprache mit den Geistern verwendet. Typisch für die Aboriginies sind auch die legendären Jagdwaffen wie der Bumerang und der Speer.
Durch die drastische Einwirkung der einwandernden Weissen, wurden die Stämme der Aboriginies stark unterdrückt und gesellschaftlich benachteiligt. Erst im Jahre 1967 erhielten sie Bürgerrechte zugesprochen.
Heute leben rund 3/4 aller Ureinwohner in Städten. Hier wurde folgende Tatsache zur greifbaren Realität: Der Verlust der eigenen Kultur und somit der eigenen Identität. In den Städten ist die Arbeitslosigkeit und die Alkoholsucht zahlloser Ureinwohner ein täglicher, trauriger Anblick.
Am 13.Februar 2008 entschuldigte sich die Australische Regierung offiziell bei der Urbevölkerung für all das Unrecht und Leid, das ihnen von den weissen Einwanderern zugefügt worden ist.
Um eine klare Trennung zwischen den Ureinwohnern Australiens und den Weissen zu sichern, wurden Mischlingskinder bis 1970 von ihren Familien getrennt und in Missionsstationen untergebracht. Diese Assimilationspolitik hat unermessliches Leid über unzählige Familien gebracht, welche als die gestohlenen Generationen in Australiens Geschichte eingehen sollte.
Weitere Links Stämme der Aborigines
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Naturvölker am Amazonas
Amazonien ist das grösste Regenwaldgebiet der Erde, ungefähr so gross wie ganz Europa. Hier leben 1,5 Millionen Angehörige von über 400 Naturvölkern. Sie leben vor allem vom Sammeln und Jagen. Die Bewohner des Regenwaldes verfügen über ein immenses Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt des Regenwaldes und wie man diesen nutzt ohne ihm zu schaden. Doch anstatt von ihnen zu lernen, werden ihre Lebensräume immer mehr von der Zivilisierten Welt gerodet, um Erdöl, wertvolle Hölzer oder Gold zu gewinnen.
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